Vorbereitungsklassen an sächsischen Berufsschulzentren werden drastisch eingeschränkt.

Ab dem 01. März 2016 ist der Zugang zu den Vorbereitungsklassen an sächsischen Berufsschulzentren nur noch für Migrant/-innen unter 18 Jahre offen. Diese Abkehr von der bisher sehr guten sächsischen Bildungspraxis, die in ähnlicher Weise nur in Bayern zu finden ist, jungen, erwachsenen Migrant/-innen eine umfassende Sprachbildung und berufliche Orientierung zu geben, bedauern wir sehr. Derzeit zeigt Bayern, das das Modell von Sachsen „kopiert“ hat, wie die Vorbereitungsklassen in guter und beispielhafter Weise umgesetzt und ausgebaut werden können.

Hingegen die Entwicklung in Sachsen bedeutet nicht nur für die derzeit über 18-jährigen Flüchtlinge in den Vorbereitungsklassen, dass sie sich in kürzester Zeit andere Wege für ihre weitere Bildungs- und Ausbildungsbiografie suchen müssen. Es bedeutet vor allem für die derzeit in Sachsen lebenden Migrant/-innen, die zwischen 18 und 27 Jahren alt sind, dass Ihnen ein entscheidender Baustein auf dem Weg in eine Ausbildung genommen wird.
Kein Deutschsprachkurs kann die intensive Sprachförderung in den Vorbereitungsklassen an den Beruflichen Schulzentren ersetzen, keine Qualifizierungsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter den unterbrochenen Bildungsweg fortsetzen. Denn entgegen dem Eindruck, der öffentlich geweckt wurde, dass in den Vorbereitungsklassen in der Regel Analphabet/-innen neben Hochschulabsolvent/-innen sitzen würden, war auch bisher eine Zugangsvoraussetzung für die Vorbereitungsklassen, dass die Migrant/-innen mindestens 9 Schuljahre in ihrem Herkunftsland besucht und ihre Bildungsbiografie noch nicht abgeschlossen haben sollten. Dass es Nachbesserungsbedarf in der Auswahl der Teilnehmenden gegeben hat, ist nachvollziehbar, die Schlussfolgerung nicht.

Die Entscheidung des Freistaates Sachsen, den Zugang zu den Vorbereitungsklassen an den Beruflichen Schulzentren erwachsenen Migrant/-innen faktisch bis auf wenige Ausnahmen zu verwehren, steht dem migrations- und arbeitsmarktpolitisch formulierten Ziel, Flüchtlinge in der Zukunft bis zur Ausbildungsreife zu begleiten, sie dann als Auszubildende einzustellen und so Fachkräfte zu gewinnen, vollkommen entgegen. Migrant/-innen bei der Fachkräftegewinnung zu berücksichtigen und zu bedenken, unterstützt das IQ Netzwerk Sachsen, das ebenso in den Vorbereitungsklassen einen wichtigen Baustein auf dem Weg zur Fachkraft sieht. Der Freistaat Sachsen sägt an dem Baum, den er selbst gepflanzt hat und auf dem er letztlich sitzt.
Bei allem Verständnis für die aktuell herausfordernde Situation, genügend Raum und Fachpersonal zur Durchführung der Vorbereitungsklassen zu finden, ist dies aus unserer Perspektive die denkbar schlechteste Entscheidung, die bildungs-, migrations- und arbeitsmarktpolitisch in Sachsen in den letzten Monaten getroffen wurde.

Diese Position unterstützen die Vernetzungsprojekte RESQUE continued und RESQUE 2.0 mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat e.V., der INT – Gesellschaft zur beruflichen und sozialen Integration mbH, das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, das Aufbauwerk Region Leipzig GmbH, Caritasverband Leipzig e.V. und der DAA – Deutsche Angestellten-Akademie GmbH.

Chemnitz: Wegen Bauarbeiten geschlossen!

Wegen Bauarbeiten im Umweltzentrum in der Henriettenstraße 5 in Chemnitz bleibt unser Büro vom 18.03.2016 bis einschließlich 29.03.2016 geschlossen.

Bei dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an unsere Kolleg*innen in der Dresdner Geschäftsstelle im Dammweg 5 in 01097 Dresden oder telefonisch unter: 0351 – 874 510 10.

PM: AfD zeigt ihr wahres Gesicht – Angriff auf den Sächsischen Flüchtlingsrat.

Am vergangenen Donnerstag tagte der Innenausschuss des Sächsischen Landtages zum Antrag der Linksfraktion „Rassismus ist eine Schande! Angriffe gegen Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten und Muslime unterbinden, rechter Hetze entgegentreten, Gewalt nicht länger verharmlosen“ (Landtags-Drucksache 6/2676). Neben dem Polizeipräsidenten Merbitz und zwei Sozialwissenschaftlern wurde der Geschäftsführer des Sächsischen Flüchtlingsrates Ali Moradi als Sachverständiger geladen. In seinen Ausführungen thematisierte Ali Moradi die Auswirkungen rechtspopulistischer und rassistischer Hetze sowie des Anstiegs fremdenfeindlicher Gewalt in Sachsen auf die Situation von Migrant*innen und Geflüchteten. Vorfälle wie in Heidenau und Freital, wo Sicherheitspersonal aus der rechtsradikalen Szene rekrutiert wurde, sind unhaltbar und provozieren ein erneutes Bedrohungsszenario für Asylsuchende und Geflüchtete. Grundsätzlich gilt es die transkulturelle Kompetenzen von Heimleitung und Angestellten in Asylsuchendenunterkünften genau zu überprüfen. Dies wurde in der Vergangenheit zu oft außer Acht gelassen. Die Kompetenzfrage stellt sich auch bezüglich der Ereignisse in Clausnitz wo Thomas Hetze, selbst AfD-Mitglied, zuletzt als Heimleiter der Unterkunft von seinem Job entbunden wurde. In der Vergangenheit wetterte Hetze auf einer Versammlung der Rechtspopulisten gegen den deutschen Staat für den er schließlich später das Heim in Clausnitz leitete. Sein Bruder Karsten Hetze organisierte Recherchen des MDR zu Folge die Proteste bei der Ankunft der Geflüchteten in Clausnitz.

Daraufhin bezichtigt die AfD-Fraktion den Geschäftsführer des Sächsischen Flüchtlingsrates den ehemaligen Heimleiter Thomas Hetze indirekt als Nazi bezeichnet zu haben und fordert den Rücktritt von Ali Moradi. Damit zeigt die AfD ihr wahres Gesicht und versucht den einzigen Migranten in den Reihen der Sachverständigen mit haltlosen Argumenten in die Enge zu treiben. „An einen Rücktritt ist gar nicht zu denken.“, so Ali Moradi, „Die Vorgehensweise der AfD zeigt lediglich wie wichtig es ist weiterhin Missstände in Asylsuchendenunterkünften zu thematisieren und das Problem beim Namen zu nennen.“ Wenn führende Politiker*innen der AfD bundesweit mit fremdenfeindlichen Äußerungen auf sich aufmerksam machen und einen „Schießbefehl“ auf Geflüchtete an der deutschen Außengrenze fordern, steht es den Mitgliedern der Partei frei sich davon zu distanzieren und auszutreten oder die menschenverachtenden Äußerungen aktiv oder stillschweigend mitzutragen. Eine Rücktrittsforderung aus diesen Reihen können wir nicht ernst nehmen und motiviert uns zur Fortführung unserer Arbeit.

Zudem forderte die AfD die Sächsische Staatsregierung dazu auf, die öffentlichen Zuwendungen des Freistaates an den Sächsischen Flüchtlingsrates zu überprüfen und diese gegebenenfalls einzustellen. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Sächsische Flüchtlingsrat seit seiner Gründung 1991 keinerlei öffentliche Zuwendungen des Freistaates Sachsen erhalten hat.

Das Vorgehen der AfD offenbart ihr wahres Gesicht. Stigmatisierungen, welche auf fehlerhafte Informationen beruhen, sollen das ohnehin angespannte Klima in der Debatte um das Thema Asyl weiter anheizen und Unterstützungsstrukturen diffamieren. Räume der Angst gibt es in Sachsen mittlerweile genug. Wir zeigen uns von den Forderungen der AfD unbeeindruckt, werden Missstände weiterhin benennen und danken all denjenigen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen.

Bezüge:

MDR-Sachsen: „OAZ-Chef: Gewalt gegen Flüchtlinge wird weiter zunehmen

AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag: Sächsischer Flüchtlingsrat verunglimpft AfD-Mitglied öffentlich als „Nazi“. AfD-Fraktion fordert Rücktritt und Streichung öffentlicher Gelder

Die Linke. Fraktion im Sächsischen Landtag: Angriff der AfD-Fraktion auf Sächsischen Flüchtlingsrat erbärmlich

Kontakt:

Patrick Irmer

Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

Dammweg 5

01097 Dresden

Tel:        +49(0)157/352 391 00

@:          irmer@sfrev.de

Stellenausschreibung in Plauen

Der Sächsische Flüchtlingsrat e. V. schreibt eine Stelle für die Leitung  eines Begegnungszentrums in Plauen mit 25 Wochenstunden aus.

Das Begegnungszentrum soll als Anlaufstelle für Ehrenamtliche und Geflüchtete sowie zur Vernetzung verschiedener Initiativen, welche sich für Asylsuchende und Geflüchtete einsetzen, dienen. Damit verbunden ist eine Koordinierung der Aktivitäten und Angebote von Asylsuchenden und Geflüchteten sowie von Ehrenamtlichen im Raum Plauen und dem Vogtlandkreis.

Der*die Bewerber*in sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • gute Vernetzung in Plauen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Selbstorganisation und Gruppenfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch, weitere zielgruppenspezifische Sprachkenntnisse sind hilfreich
  • Engagement und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Identifikation mit den Aufgaben und Zielen des SFR

Ein Abschluss in Politikwissenschaften, Soziale Arbeit, Interkulturelle Beziehungen oder ein vergleichbarer Abschluss aber mindestens einen Bachelorabschluss ist Voraussetzung zum Antritt dieser Stelle. Die Stelle ist befristet bis 31.12.2016 mit Aussicht auf Verlängerung.

Interessenten können ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 15.03.2016 per Post an den

Sächsischen Flüchtlingsrat e.V.

Dammweg 5

01097 Dresden

oder als Datei an geschaeftsstelle@saechsischer-fluechtlingsrat.de einreichen.

Stellenausschreibung IBAS

Der Sächsische Flüchtlingsrat e.V. schreibt eine Stelle als Projektmitarbeiterin für die Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung – IQ“ im IQ-Netzwerk Sachsen – IBAS Chemnitz für das Büro in Chemnitz als Mutterschutz-/Elternzeitvertretung mit 35 Wochenstunden aus.

Der*die Bewerber*in sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • Kenntnisse über Flucht und Asyl, Aufenthalt, etc.
  • Kenntnisse über Arbeitsmarkt und Berufsbilder in Deutschland (inkl. Reglementierung)
  • Kenntnisse über Anerkennungsverfahren und – Stellen
  • Kenntnisse über Qualifizierungsmöglichkeiten
  • Praxiserfahrung im Projekt- und Bildungsbereich,
  • Erfahrungen mit zielgruppenspezifischen Ansätzen in der Lehr- und Unterstützungsarbeit
  • interkulturelle Kompetenz
  • Gruppen- bzw. Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch, weitere zielgruppenspezifische Sprachkenntnisse sind hilfreich
  • Engagement und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Identifikation mit den Aufgaben und Zielen des SFR

Ein Hochschulabschluss in einem relevanten Fach (Sozialpädagogik, Pädagogik oder einen vergleichbaren Abschluss) ist Voraussetzung zum Antritt dieser Stelle. Die Stelle ist befristet als Mutterschutz-/Elternzeitvertretung auf 1 Jahr, der Umfang beträgt 35 Wochenstunden. Der Arbeitsort ist Chemnitz.

Interessenten können ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 29.02.2016 per Post an den

Sächsischen Flüchtlingsrat e.V., Dammweg 5, 01097 Dresden

oder als Datei an geschaeftsstelle@saechsischer-fluechtlingsrat.de einreichen.

Stellenausschreibung Flüchtlingssozialarbeit

Der Sächsische Flüchtlingsrat e.V. schreibt 13 Stellen für die soziale Betreuung von Asylbewerbern für das Büro in Chemnitz mit 87,5 % der wöchentlichen Arbeitszeit aus.

Aufgaben:

  • Aufklärung und Information über Asyl und Bildungsmöglichkeiten
  • allgemeine soziale Hilfestellung und Beratung der Flüchtlinge
  • Überwindung sprachlicher Hürden und Unterstützung bei Behördengängen
  • Orientierungshilfe in der Aufnahmekommune
  • Vermittlung in Konfliktsituationen
  • ehrenamtliche Tätigkeiten für Asylsuchende
  • Begleitung Ehrenamtlicher zur Unterstützung Asylsuchender
  • Entwicklung von Lebensperspektiven für langfristigen Aufenthalt

Der*die Bewerber*in sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • sozialpädagogische Berufserfahrung
  • interkulturelle Kompetenz
  • Gruppen- bzw. Teamfähigkeit, sowie Belastbarkeit
  • gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch, weitere zielgruppenspezifische Sprachkenntnisse sind hilfreich
  • Engagement und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Identifikation mit den Aufgaben und Zielen des SFR

Ein Abschluss als Sozialarbeiter*in/Sozialpädagog*in oder ein äquivalenter Abschluss ist Voraussetzung zum Antritt dieser Stellen. Die Stellen sind befristet für 2 Jahre, der Umfang beträgt 35 Wochenstunden. Der Arbeitsort ist Chemnitz und die Arbeit findet vorwiegend im Außendienst statt.

Interessenten können ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 29.02.2016 per Post an den

Sächsischen Flüchtlingsrat e.V., Dammweg 5, 01097 Dresden

oder als Datei an geschaeftsstelle@saechsischer-fluechtlingsrat.de einreichen.

Praktikant*in gesucht!

Wir suchen für das Projekt RESQUE coninued ab sofort eine*n Praktikant*in (Pflichtpraktikum) beim Sächsischen Flüchtlingsrat e. V. in Dresden!

Das Projekt RESQUE continued befasst sich mit (dem erleichterten Zugang) zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen. In verschiedenen Teilprojekten werden in Sachsen (in den ehemaligen Regierungsbezirken Chemnitz und Dresden) Anstrengungen unternommen, um Flüchtlingen mit zumindest nachrangigem Arbeitsmarktzugang die Wege aufzuzeigen oder zu ebnen, um in den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen. Der Flüchtlingsrat selbst koordiniert das Projekt, berät Flüchtlinge und schult bzw. bietet Informationsveranstaltungen für die relevanten Institutionen/ Akteure wie Arbeitsagenturen/ Jobcenter, Wirtschaftsunternehmen, Kammern etc. an.

Bitte melden Sie sich bei:

Dr. Gesa Busche

Resque continued

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.

Dammweg 5

01099 Dresden

0351-30990102

busche@sfrev.de

Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte: Auch Bundesrat beschließt Verfassungsbruch

Der Sächsische Flüchtlingsrat und weitere Flüchtlingsräte der Bundesländer kritisieren den Bundesrat, sich am offenen Verfassungsbruch zu beteiligen / „Die beschlossenen Gesetzesverschärfungen sind in höchstem Maße menschenfeindlich!“
In dieser Woche hat die Bundesregierung das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht. Soeben hat der Bundesrat den Gesetzesentwurf verabschiedet. Damit ist die letzte Hürde für die zweite massive Asylrechtsverschärfung innerhalb eines Jahres genommen.
Der Sächsische Flüchtlingsrat und weitere Landesflüchtlingsräte kritisieren, dass die geplanten Gesetzesänderungen nicht zur Lösung der Probleme beitragen. Stattdessen setzen sie einseitig auf Abschreckung und sind in Teilen schlicht verfassungswidrig.
Der Bundesrat hat sich heute, auch mit Stimmen grün mitregierter Länder, am offenen Verfassungsbruch beteiligt. Der Anspruch auf ein menschenwürdiges Existenzminimum ist gekippt“, kritisiert Patrick Irmer, Sprecher des Sächsischen Flüchtlingsrats.
Die Gesetzesverschärfungen treffen geduldete Flüchtlinge besonders hart. Ein großer Teil von ihnen soll zukünftig nur noch „Leistungen zur Deckung ihres Bedarfs an Ernährung und Unterkunft einschließlich Heizung sowie Körper- und Gesundheitspflege“ erhalten. Jegliches Bargeld soll ihnen gestrichen werden, auch eine Arbeitserlaubnis sollen sie nicht erhalten. Damit wird ihnen nicht nur das „soziokulturelle Existenzminimum“ entzogen, das laut Bundesverfassungsgericht bar ausbezahlt werden muss. Sogar das „physische Existenzminimum“ kann unter das vom Verfassungsgericht festgelegte Niveau abgesenkt werden.
Viele der geduldeten Flüchtlinge sind bereits jetzt völlig verzweifelt angesichts ihrer Perspektivlosigkeit. Diese Verzweiflung wird noch weiter zunehmen, wenn man bei diesen Menschen die Daumenschrauben noch weiter andreht. Die Bereitschaft zur Ausreise wird dadurch trotzdem nicht steigen, denn die Menschen können nicht in ihre Herkunftsländer zurück. Die beschlossenen Verschärfungen sind deshalb in höchstem Maße menschenfeindlich. Wir werden betroffene Flüchtlinge dabei unterstützen, gerichtlich gegen diese verfassungswidrige Neuregelung vorzugehen“, erklärt Irmer.
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an:
Patrick Irmer | Sächsischer Flüchtlingsrat | Tel: 0351-874 517 10

Presseerklärung der Landesflüchtlingsräte: Verfassungswidrige Beschlüsse des Bundestags sind skandalös!

Der Sächsische Flüchtlingsrat und Flüchtlingsräte weiterer Bundesländer kritisieren die Abgeordneten des Bundestags für die Zustimmung zu den geplanten Asylrechtsverschärfungen / „Bundesrat muss verfassungswidrige Gesetzesänderungen stoppen“

In dieser Woche peitscht die Bundesregierung das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat. Heute hat der Bundestag den Gesetzesentwurf verabschiedet. Damit ist eine weitere Hürde für die zweite massive Asylrechtsverschärfung innerhalb eines Jahres genommen.
Der Sächsische Flüchtlingsrat kritisiert, dass die geplanten Gesetzesänderungen nicht zur Lösung der Probleme beitragen. Stattdessen setzen sie einseitig auf Abschreckung und sind in Teilen schlicht verfassungswidrig.
Der Bundestag hat heute beschlossen, die Verfassung zu brechen und den Anspruch auf ein menschenwürdiges Existenzminimum zu demontieren“, erklärt Patrick Irmer, Sprecher des Sächsischen Flüchtlingsrats, für die Landesflüchtlingsräte.
Am morgigen Freitag wird sich der Bundesrat mit dem Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz befassen. Dabei kommt den Stimmen der Bundesländer mit grüner Beteiligung große Bedeutung zu. Zwar sind die Grünen im Bundestag in der Opposition, über die Bundesländer haben sie jedoch die Möglichkeit, das Gesetz im Bundesrat zu blockieren.
Wir fordern den Bundesrat dazu auf, die Gesetzesverschärfungen zu blockieren! Keine Landesregierung, egal welcher Couleur, sollte sich wissentlich an der Aushöhlung der Grundrechte beteiligen!“, so Irmer.
Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an:
Patrick Irmer | Sächsischer Flüchtlingsrat | Tel: 0351-874 517 10

Pressemitteilung der Landesflüchtlingsräte: Asylrechtsverschärfungen sind verfassungswidrig

Die Flüchtlingsräte der Bundesländer kritisieren den Innenausschuss des Bundestags für die Zustimmung zu den geplanten Asylrechtsverschärfungen / „Plenum des Bundestags muss verfassungswidrige Gesetzesänderungen stoppen“

In dieser Woche peitscht die Bundesregierung das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat. Soeben hat der Innenausschuss die Zustimmung beschlossen. Damit ist die erste Hürde für die zweite massive Asylrechtsverschärfung innerhalb eines Jahres genommen.

Die Landesflüchtlingsräte stellen klar, dass die geplanten Gesetzesänderungen nicht zur Lösung der Probleme beitragen. Stattdessen wird damit einseitig auf Abschreckung und Flüchtlingsfeindlichkeit gesetzt und noch dazu gegen das Grundgesetz verstoßen.

„Wir finden es unerträglich, mit welcher Kaltschnäuzigkeit der Innenausschuss des Bundestags die Demontage des verfassungsrechtlich garantierten Anspruchs auf ein menschenwürdiges Existenzminimum beschlossen hat!“, kritisiert Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats für die Landesflüchtlingsräte. „Wir fordern deshalb alle Abgeordneten des Bundestags dazu auf, die verfassungswidrigen Gesetzesänderungen morgen abzulehnen!

Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an:

Patrick Irmer | Sächsischer Flüchtlingsrat | Tel: 0351 – 874 517 10